Хибинские апатиты. Сб. 2 / Нар. комиссариат тяжелой пром-сти СССР. – Ленинград : ОНТИ ; Химтеорет, 1936. – 128 ,[1] с., [7] л. ил., [1] л. карт : ил. - (Труды Науч. ин-та по удобрениям и инсектофунгисидам им. Я. В. Самойлова).
— 126 — der Appatiterze betrieben. Alle erwahnten Linsen zeigen zur Mitte des Massivs eine Senkung von 25—30°. Wir unterscheiden drei Abarten von Apatit-Nephelin-Gesteinen und zwar: Die Flecken-, Streifen- und Netzapatit-Nepheline. Vom Standpunkte der Industrie aus bieten das grosste Interesse die ,,fleckigen“ Erze, die durchschnittlich unge- fahr 30°/o P 2 0 5 in sich enthalten. Zur Zeit werden nur diese Erze ausgebeutet. Ihre petrographische Beschreibung findet man in M. P. Fieweg’s und I. E. Trus- sowa’s Arbeit: „Petrographie der Fleckenapatit-Nepheline". Die „Flecken“-Abart bildet in den Hangenden der Apatit-Nephelinlinsen selbstandige linsenartige Kor- per. Die grosste der Apatit-Nephelinlinsen befindet sich im Bereiche der Kukis- wumtschorr-Jukporr Lagerstatte, wobei die Fleckenerz-Linse eine streichende Erstre- ckung von 3,80 Km aufweist und die Machtigkeit von 75 m erreicht. Fig. 9 stellt einen schematischen Querschnitt durch die Kukiswumtschorr-Lagerstatte vor. Im allgemeinen pravaliert in der Fleckenabart die Apatitmasse (75%), in welcher ungefahr 10% Flecken und 15°/0 XenOlyte injiziert sind. Die mineralogischen Eigentiimlichkeiten aller Apatitabarten sind in M. P. Fieweg’s und W. A. Kasarinowa’s Aufsatz: „Die chemische Charakteristik des Kukis- wumtschorr-Apatits“ dargelegt. Aus Tabelle 1 ist ersichtlich, dass alle morpho- logischen Abarten der Apatite einander nahe sind. Alle werden sie durch Fluor- apatite vertreten und wir finden in diesen ausser Kalzium auch Strontium (SrO bis zu 3,18°/o) als Bestandteil. Die Rolle des Magnesiums ist nichtig — seltene Erden sind in ziemlich konstanten Mengen enthalten (ca l°/o). Die im Vergleich mit den Saureradikalen im Uberschuss vorhandenen Basen lassen vermuten, dass Foyalkerit oder Hydroxylapatit in der Zusammensetzung des Apatits teilnimmt. Jedoch wahrscheinlicher scheint uns eine andere Vermutung, zwecks endgiiltigen Losung derer zur Zeit weitere Untersuchungen vorgenommen werden. Unser Apatit zeichnet sich durch ein ziemlich hohes spezifisches Gewicht— 3;24—3,27 — aus (s. S. 122). Die auf den Mikrophotographien 47, 61 und 62 wieder- gegebene Struktur der Phosphatmasse besitzt als Regel ein fluides Gefiige. Die ungleichmassig in der Phosphatmasse verteilten Flecken sind durch Poikilythe vertreten, in deren Korper die mehr idiomorphen Apatitkristalle durch Pyroxene, Sphen, titanisches Magneteisen, Nephelin oder Feldspate zementiert sind. (Mikrophotos 40, 54 und 61). Die manchmal zonalen Pyroxene sind durch alkalische Abarten der Agirin-Augit-Reihe vertreten. Die Menge der Nephelinsub- stanz wachst vom Zentrum zum Rande an. Tabelle 2 zeigt die optischen Kon stanten der Pyroxene. Die Feldspate sind durch das Anorthoklas mit den in Tabelle 1 angegebenen Konstanten vertreten. In der Gesamtmasse der Flecken dominieren die Pyroxene. Es werden Xeno- lythe verschiedenster Abmessungen gefunden, von einzelnen Kornern an, bis zu sehr grossen, Schollen (mehrere Zehner von Kubikmeter rechnenden Unter den Xenolythen treffen sich vorwiegend Porphyre. Auf Juksporr und Raswumtschorr werden hier und da ungleichmassig-gekornte Nephelin-Syenite gefunden und auf dem Kukiswumtschorr — Netznephelin-Syenite. Die Flecken- und Xenolythen-Satti- gung der Phosphatmasse ist sehr ungleichmassig, wodurch die Unbestandigkeit der Qualitat der Fleckenerze bedingt ist. In einzelnen Proben schwankt der P 2 0 5 Gehalt im Bereiche von 24—34%. Viel verbreiteter als die Fleckenerze sind die Streifenerze, deren Vorrate fast um das Vierfache die Vorrate der „Fleckigen" iibersteigen (s. S. 18). In ihrer Masse ist kein starker assimilierender Einfluss des Apatitmagmas zu bemerken und das Gestein besteht im allgemeinen aus kleinen Linschen oder Iolythstreifen (Iolyth wurde unter dem Einfluss der mechanischen Einwirkungen, die sich vor dem Eindringen der Phosphatverschmelzung auswirkten, rekristallisiert) in denen Apatit eingelagert ist. Je nach der relativen Menge der im Gesteinkorper vorhandenen Iolythe und Apatite entstehen die einen oder anderen Texturen. Wenn unbedeutende Mengen des Apatits als ein aus feinen Aderchen bestehendes Netz in das meta- morphisierte Iolyth eindringen, so entsteht eine ,,Netzabart“. Wenn aber die
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