Хибинские апатиты. Сб. 2 / Нар. комиссариат тяжелой пром-сти СССР. – Ленинград : ОНТИ ; Химтеорет, 1936. – 128 ,[1] с., [7] л. ил., [1] л. карт : ил. - (Труды Науч. ин-та по удобрениям и инсектофунгисидам им. Я. В. Самойлова).

— 127 — Apatitmenge sich steigert, so scheidet sich das Iolyth in Form eines Systems paralleler Adern ab — es biiden sich in diesem Falle die eigentlichen Streifen- erze. Bei iiberschiissigen Apatitmengen verteilt sich die Iolythsubstanz flecken- artig zwischen den Phosphaten. Die so entstandenen Fleckenabarten unterscheiden sich stark von den bekannten Fleckenarten dadurch, dass ihre Flecken nicht aus Poikilythen, sondern aus feinkornigem Iolyth zusammengesetzt sind. Der Korper der Streifenerze ist aus einem System fast horizontal orientierter Linsen verschiedener Textur aufgebaut, wobei der Ubergang zwischen den Linsen meist ein allmahlicher ist. Infolge der erwahnten Struktureigentiimlichkeiten sind diese Erze ebenso unbestandig, wie die „fleckigen 1 Arten. In der Gesamtmasse wird im allgemeinen ein geringer Gehalt an Apatiten (P 2 0 5 —24%) und ein relativ hoherer Prozentsatz des Nephelins (40—45%) beobachtet, was die Ursache davon ist, dass die Streifenerze als komplexe Apatit- utid Nephe- linerze bezeichnet werden mtissen. Die grosse Mannigfaltigkeit der Apatit-Nephelingesteine erklart sich dadurch, dass sie infolge einer Intrusion der Hochtemperatur-Apatitverschmelzung in die Iolythe entstanden sind. Zufolge der Selektivassimilation der Iolythe (Pyroxene und Sphen werden durch das Phosphatmagma schneller assimiliert, als das Nephelin und die Feldspate), wird die Phosphatverschmelzung hauptsachlich mit Pyroxenen bereichert. An den Stellen, wo sich beim Injektionsprozesse grossere Hohlraume fur die Phosphatverschmelzung befreien, biiden sich beim Erkalten Fleckengesteinarten und im Gegenteil dort, wo grosse Massen des Xenolythmaterials vorhanden sind, entstehen — bei schwach hervortretender Assimilation — Streifenerze. Nach Bildung aller obenbeschriebenen Apatit- und Nephelinerzabarten bil- deten sich langs des Hangendkontaktes Risse, die das Gestein in meist grosse Schollen spalteten. In die entstandenen Spalten drang die Pyroxen-Apatit Riick- standverschmelzung ein, was die Bildung der sogenannten „Augen"-Abart zur Folge hatte, in aeren Korper die Schollen des Fleckenerzes mittels einer dun- kelgrauen, durchweg aus Poikilythen bestehenden Masse zusammenzementiert wurden. Hier finden wir die kiirzeren fassformigen Kristalle des Apatits (Mikropho- tos 65, 67 und 6 8 ) vorzugsweise durch Pyroxene zementiert, und in kleinen Men- gen sind Titan-Magneteisenerz, Nephelin und Feldspat zu finden. Es ist von Interesse, dass in manchen Orten auch Endialyte anwesend sind. In S. A. Stapakows Aufsatz findet man die Beschreibung der Schurfarbeiten, die im westlichen Teil der Raswumtschorrlinse der Apatit-Nephelinerze, im Bereiche des Apatitzirkus, durchgeftihrt worden sind. Der Grundriss des Austritts des Erzkorpers an die Tagesoberflache wurde auf Grund der wahrend der Arbeit erhal- tenen Datas entworfen und die leicht-lagernden Zonen alsdann geschurft. Wie es sich erwies. besteht hier der Erzkorper meistens aus Streifenerzen; nur in der ,,Gang- mitte“ unterscheidet man einen kleinen linsenformigen Korper dichtfleckiger Erze. Zur Tiefe des Massivs zeigt der Erzkorper eine Senkung von 28 , im westlichen Teil weist er eine Machtigkeit von 50 m auf und im ostlichen Teil betragt dieselbe 120 m. Der mittlere, gewichtsmassig bestimmte P 2 0 5 -Geha!t betragt in den unter- suchten Partien 25%. Fiir die erschlossenen Lagerstattenteile wird die Substanz- zahl von 15 Millionen Tonnen berechnet, jedoch machen diese Partien nur einen kleinen Teil der Lagerstatte aus. Durch weitere Tiefbohrungen wird die Substanz- zahl wohl um ein Vielfaches von Zehn vergrossert werden konnen. M. P. Fieweg und K. W. Bogolepowa schildern in ihrem Artikel „Praliminar- schiirfungen der Apatit-Lagerstatten auf dem Raswumtschorr-Plateau“ diejenigen Arbeiten, die zwecks Erschliessung der weiteren Fortsetzung ostwarts der Ras- wumtschorr-Linse in Grenzen des Raswumtschorr ausgeftihrt worden waren. Die auf dem Raswumtschorr-Plateau ausgefiihrten Grubenarbeiten brachten Licht tiber den Erzkorper bis zum Engpass „Neckendes Echo1, 20 km ostwarts von welchem sich der Erzkorper auskeilt. Im Bereiche der aufgeschlossenen Partie der Lagerstatte, wie auch in der gesammten Linsenmasse, findet man vorwiegend Streifen-Abarten der Apatit-Nephelingesteine. Die Fleckenabarten sind nur im

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