Новая Земля : экспедиция 1921— 1927 гг. под начальством Р. Л. Самойловича : сборник статей М. А. Виркетис, Н. Н. Гакен, Г. П. Горбунова, М. М. Ермолаева, Р. Л. Самойловича и В. В. Тимонова. – Москва : Научно-техническое управление В.С.Х.Н.К, 1929. - 361 с., [14] л. табл., карты : ил. - (Труды Института по изучению Севера).
— 301 — Ozeanstromung halten, wie iiberhaupt die obenangefuhrte Teilung des Querschnittes in verschiedenartige Gebiete offenbar durchaus dem ganzen behandelten Wasseraustausch-Schema entspricht. Eine ahnliche, wenn nicht sogar noch tiberzeugendere, Bestatigung ergiebt die Planktonverteilung, welche in der nachfolgenden Abhandlung von M. A. W i r k e t i s s naher besprochen und fur eine Reihe besonders charakteristischer Formen graphisch dargestellt wird. (S. Taf. 7). Es wurde aber nicht nur die Verteilung einzelner Formen bildlich dar gestellt, sondern es wurden (Taf. 2) neben den Isothermen und Isohalinen auch Linien der gleichen Anzahl verschiedener Planktonformen, mit anderen Worten, Linien der gleichen Mannigfaltigkeit der Planktonbevolkerung. auf den Schnitt aufgetragen und als Isopolyformen bezeichnet. Wie der Verlauf der Isopolyformen zeigt, finden wir die geringste Plankton-Man- nigfaltigkeit in dem mittleren Teile des Schnittes, wahrend zu den beiden Kusten hin eine qualitativ reichere Planktonbevolkerung wahrzunehmen ist. Diese Tatsache, verglichen mit der Lage beider Konstantstromungen und mit der Eigenttimlichkeit einzelner Planktonformen, weist darauf hin, dass im Gebiete der Abflussstromung an Stelle der, dem Schlunde eigen- ttimlichen, Formenarmut wegen des Hinzutretens vieler dem Weissmeer- becken entstammender Formen ein grosser Formenreichtum tritt; im Ge biete der vermuteten Ozeanstromung aber ist die Formenbereicherung durch das Hinzukommen zweier Formen (Cyttarocylis denticulata und Fusopsis elongata), welche dem Barents-Meere eigen sind und dagegen im Weissmeerbecken niemals vorkommen (S. M. W i r k e t i s s ) bedingt. Was den Langsschnitt anbelangt, Hess es bich zeigen, dass es im Gebiete der Ozeanstromung d. h. am Terischen Ufer beim Uebergang vom Schlunde zum Becken keine solche ,,Schwelle“ aus salzreicheren und schwererem Wasser giebt, wie sie in der Mitte des Schlundes 1922 (S. Taf. 3) gefunden wurde und als Beweis gegen das Eintreten der Ozeanstromung in das Weissmeerbecken diente. Eine schematische Dar- stellung der Isopyknen fur den dem Becken anliegenden Teil der Strasse illustriert fiir die Gegend des Terischen Ufers die Abwesenheit dieser ,,Schwelle“ (Taf. 4). Die Ergebnisse beider besprochenen Schnitte stimmen also gut mit der obenerwahnten Verteilung der Konstantstromungen iiberein, und zwar bestatigen sie auch die als wahrscheinlich angenommene ozeanische Stro- mung. Keiner von den Schnitten zeigt aber die Ozeanstromung als starke oder auch ziemlicli machtige. Es bleibt darum sehr wahrscheinlich, dass im Sommer diese kompensierende Str6mung sehr schwach ausgebildet vorkommt, was seinerseits ihre Entdeckung und Wahrnehmung- erschweren muss. Was nun den nordlichen Teil der Strasse d. h. den breiten Eingang aus dem Ozean ins Weisse Meer betrifft, ist hier schon nach den fruhe- ren Forschungsergebnissen, besonders von K n i p o w i t s h (1901) und von Ru p p i n (1913) auf dem „Posseidon", das Vorhandensein zweier deutlich wahrzunehmender Konstantstromungen festgestellt worden: der.
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