Новая Земля : экспедиция 1921— 1927 гг. под начальством Р. Л. Самойловича : сборник статей М. А. Виркетис, Н. Н. Гакен, Г. П. Горбунова, М. М. Ермолаева, Р. Л. Самойловича и В. В. Тимонова. – Москва : Научно-техническое управление В.С.Х.Н.К, 1929. - 361 с., [14] л. табл., карты : ил. - (Труды Института по изучению Севера).

— 299 — Ueber den Wasseraustausch zwischen dem Weissen und dem Barents-Meer. V. V. Timonoff. Vorliegende Abhandlung bespricht die hydrographischen Ergebnisse von einigen im Jahre 1925 im Schlunde des Weissen Meeres von der Nowaja-Semlja Expedition des Institute zur Erforschung des Nordens ausgefuhrten Untersuchungen. Diese dienten zur Erganzung der in den Jahren 1922— 1923 unter Leitung von К. M. Derjugin angestellten Forschungen '). Hierbei wurde speziell bea'osichtigt, das auf Grund der friiheren Arbeiten provisoriscb aufgestellte Schema des Wasseraustausches zwischen dem Weissen und dem Barents-Meer nachzuprufen und nach Moglichkeit durch neues Material zu bestatigen. In der Einleitung wird dieses Schema des Wasseraustausches, sowie die vermutete Verteilung der Konstantstromungen in der Strasse.. behandelt und durch die bisher veroffentlichten Untersuchungen begriindet. Es wird nahmlich vorausgesezt, dass der Wasserumsatz durch die Strasse mittelst zweier entgegengesetzter Konstantstromungen von verschie- denem Salzgehalt und verschiedener Machtigkeit stattfindet. Entsprechend ihrer Wasserdichte und dank der Ablenkungskraft der Erdrotation verteilen sich diese Stromungen im Wasserbett der Strasse folgendermassen: die Abflussstromung, welche das versiisste Wasser des Weissen Meeres fuhrt, beforzugt die Oberflachenschichten und wird gleichzeitig nach Osten abge- lenkt; die salzreichere Ozeanstromung dagegen nimmt die Tiefenschichten ein und lehnt sich an das Westufer an. Sowohl der Salzgehalt als auch die Machtigkeit beider Stromungen sind im Jahresverlauf merklichen Schwankungen unterworfen, doch muss im Jahresmittel die Abflussstro­ mung mehr Wasser hinaus—als die Ozeanstromung hinein fiihren, da der Stisswasserzufluss ohne Zweifel im Weissen Meere den Verdunstungsver- lust flbersteigt. Die Richtigkeit des erwahnten Schemas kann noch nicht endgultig bewiesen werden, da es bis jetzt noch nicht gelungen ist dauernde direkte Stromungsbeobachtungen im Schlunde anzustellen. Die Grundlage fiir dieses Schema bilden daher nur episodische Beobachtungen, welche aber doch ein bedeutendes Material ftir eine indirekte Bestatigung desselben bieten. Die , hydrographischen Verhaltnisse der Strasse selbst beeinfliissen sehr stark den Verlauf des Wasserumsatzes und sind darum von grosser Bedeutung auch fur die gesammte Hydrographie des Weissen Meeres. Als wichtigster Faktor erscheint hier die durch starke Gezeitenstromungen x) Resultate siehe: K. D e r j u g i n . Zur Hydrographie des Weissen Meeres. Denkschr. d. Hydrographie. B. XLVII. 1923. (russisch). V. T i m o n o f f . Zur Frage iiber das Hydro logisches Regime der Strasse zwischen dem Weissen u. dem Barentsmeer. Serie „Explora­ tions des mers Russes“. V. I. 1925 (Russ, mit deutsch. Resume).

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