Григорьев, А. А. Материалы к физической географии северовосточной части Кольского полуострова / А. А. Григорьев. - Ленинград : Издательство Академии наук СССР, 1932. - 215, XX с., [4] вкл. л. ил. : ил., табл., карты ; 26 см. - (Труды Совета по изучению производительных сил. Серия кольская / Академия наук СССР ; вып. 4).
ZUR GEOGRAPH1E DES NORD-WESTLICHEN TEILES DER HALBINSEL KOLA VII flachen Se e Wuljawr in der Mitte den Boden des Ponoj Ursees dar, in wel- chen der Fluss noch keine Zeit gehabt hatte sich einzuschneiden. 4. ENTSTEHUNG DER QUERTALER Anfangs, als die Abflussschliichte der beschriebenen Einsenkungen noch nicht ausgebildet waren, konnte der Uberfluss der Gewasser aus diesen Becken auch auf andere Wege abfliessen; es mag wohl einige solcher Rinnen gegeben haben, die entweder gleichzeitig oder, mit der Entwicklung des Reliefs einander auflosend, als Abflusswege gedient haben. Eben solcher Herkunft sind die Quertaler, die in die modernen Was serscheiden eingeschnitten sind und die Einsenkung des Jokanga Sees von der Bucht Swjatonosskaja und die Einsenkung der Niederung des Flusses Lumbowka vom Lumbowka Golf trennen. Zu solchen Quertalern gehort auch der sogen. „Boljschoj Row“, welcher die Wasserscheide zwischen der Einsen kung des Flusses Lussenga der Ponoj Boschung sowie des Flusses Semugja der Jokanga Abdachung zerschneidet und viele andere ahnliche Gebilde. S ie stellen samtlich Rinnen des Urabflusses der grossen Seebecken dar, die haufig eine ganz andere Richtung haben, als die Allgemeinrichtung des modernen Flussnetzes. Etwas verwickelter ist das Problem der Entstehung der drei Quertaler, die die aussere Halfte der Halbinsel Swjatoj-Noss durchqueren. Nehmen wir an, dass sie auf die der oben beschriebenen analoge Weise entstanden sind, so musste die Bucht Swjatonosskaja eine abgeschlossene, von einem See, der einen gegen NO gerichteten Abfluss besass, eingenommene Einsenkung gewe- sen sein. Erst nachdem die Abflussstrome ihre Taler ausgebildet hatten, trat eine neue Etape grosser tektonischer Dislokationen ein, die zur Ausbildung der heutigen Umrisse der Bucht und der Konfiguration des Meeresgrundes fiihrte; dabei konnte wohl auch das Massiv der Halbinsel Swjatoy Noss ihre vormalige Hohe iiber dem Meeresspiegel geandert haben. 5. DIE ZEIT DER ENTSTEHUNG DER GRUNDFORMEN DES HAUPTRELIEFS UND DIE TERASSENSYSTEME Als Ergebnis aller hier erorterten Erwagungen kommt die wichtige Frage auf, in welcher geologischen Zeitperiode diejenigen Dislokationspro- zesse, durch die die erwahnten Grundformen des Reliefs des ostlichen Teiles der Halbinsel Kola ausgebildet wurden, entstanden sind. Bei der Erorterung des Problems beziiglich des Alters der Disloka tionen im nordwestlichen Teil der Halbinsel Kola betont A. A. Polkanow, dass die jungsten Rissdislokationen (welche morphologisch den disjunktiven Dislokationen analog sind), spater als die Intrusionen der Grund und Alkali- gesteine, die er bedingterweise zu den „Devon “-Formationen stellt, entstanden sind. Die Ansichten J . Sederholm’s weiterfiihrend, spricht sich A. A. Polkanow1 dafiir aus, dass an der Halbinsel Kola, der tektonischen Spalten der Vorzeit entlang, neue und immer neue Krustebewegungen ofters stattgefunden haben sollen. Was das Alter dieser Bewegungen anbetrifft, so lasst er diese Frage offen. 1 A . A . Polkanoff. Vorlaufiger Bericht iiber die im Jahre 1923 im nord-ostlichen Viertel des 36-sten Bogens der 10-werstigen geologischen Karte des Europaischen Russlands ausge- fiihrten Arbeiten. Ber. d. Geol. Kom., Bd. XVIII, № 7, 1924, S. 934, 955, 959.
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