Мурманская биологическая станция. Работы Мурманской биологической станции Ленинградского общества естествоиспытателей / Мурм. Губисполком. – Ленинград : [б. и.], 1925. - 193 с., [1] л. карт.

— 109 — DAS LITORAL DES K O L A - F JO R D S . V on E. Gurjanov, I. Sachs und P. Gschakov. (Vorlaufige Mitteilung). Re s ume . Im vorliegenden Rufsatze wird eine kurze Ubersicht Aber die Resultate der systematischen (Jntersuchungen des Litorals des Kola-Fjords fiir die Periode 1921—1923 gegeben. Untersucht wurde das ganze Litoral des Fjords langs seiner beiden Ufer. RIs Ergebnis des Vergleiches der einzelnen Teile des Litorals untereinander, wur- den folgende Tabellen zusammengestellt: 1) iiber die vertikale 'verbreitung der Bevolkerung, 2) iiber die Brandungsgrade, 3) iiber die Salzgehaltgrade und aus- serdem wurde noch eine Reihe von Faktoren ausgeschieden, welche die Verbrei­ tung der Tiere und RIgen in dem Litoral bestimmen. RIs Grundlage der vertikalen Verbreitung der O rganismen wurde das Prin- zip von V a i/la n t gen omm en . J e d e r Horizont des Litorals wird durch einen be- stimmten Bestand der Bevolkerung charakterisiert, wobei die O rganismen selbst als hypsometrische Kennzeichen erscheinen. Ruf der Fazies der Felsen und Steine kann man 3 Haupthorizonte und in jedem Horizonte mehrere Stufen un- terscheiden. J e d e Stufe wird durch seine Biozonose charakterisiert. Die horizon- tale Verbreitung der Tiere und Rlgen hangt von der Brandung, dem Salzgehalt und der Morphologie des Substrates ab. Es werden 5 B randungsgrade unterschie- den. J e d em Brandungsgrade entspricht eine spezielle Bevolkerung. Die Organis­ men selbst sind Kennzeichen des B randungsgrades. Es werden 4 Salzgehalt­ grade unterschieden. J e d e r Salzgehaltsgrad wird durch seine besonderen Formen charakterisiert. Die Morphologie des Substrates ist ein wichtiger Faktor der Tier- verbreitung nach den Horizonten. Einige .Formen ziehen vertikale, an dere hori- zontale Flachen vor, die einen verlangen glatte Felsen, die an deren -stufenfor- mige, spaltige etc. Dieser Faktor bedingt die R n —und Rbwesenheit im Li- torale von Mulden, welche ganz spezifische Lebensbedingungen schaffen. In dem Kola-Fjord unterscheiden wir 4 Muldentypen. Je d e r Typus wird erstens durch das Niveau iiber dem Nullpunkt der Tiefe und zweitens durch die Tiefe und die D imensionen der Mulden charakterisiert. Verschiedene Kombinationen dieser 4 Faktoren bedingen in jedem einzelnen Falle eine bestimmte florofaunistische Zu sammensetzung des gegebenen Litoralpunktes. In dem Litoral des Kola- Fjords unterscheiden wir 2 schroff von ein an der unterscheidbare Teile — den nordlichen und den siidlichen Teil. Das Litoral des Kola-Fjords stellt einen allmahlichen Ubergang vom Meere zur typischen De B eaucham p's „mode saumatre" und schliesslich zum vollstandigen Siisswassermilieu dar. Dement- sprechend geht auch die Fauna von einer typischen Meeresfauna zu einer echten Siisswasser fauna iiber.

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