Новая Земля : экспедиция 1921— 1927 гг. под начальством Р. Л. Самойловича : сборник статей М. А. Виркетис, Н. Н. Гакен, Г. П. Горбунова, М. М. Ермолаева, Р. Л. Самойловича и В. В. Тимонова. – Москва : Научно-техническое управление В.С.Х.Н.К, 1929. - 361 с., [14] л. табл., карты : ил. - (Труды Института по изучению Севера).
— 167 — Der Meerbusen Ssedow erscheint als ein verlangerter schmaler Fjord mit einem breiten Eingang. Nach dem Кар Kerzelli zieht sich nach NW der schmale Teil des Meerbusens, welcher im Ganzen >/2 Meile Breite hat — die Bucht Jewgenow, deren Lange nicht iiber 2 Km ist. Die Was- sertiefen gestatten ein weites Eindringen in den Meerbusen bis an seine Einbuchtung. Der Eingang in den Meerbusen ist sehr breit und erreicht 3 Km zwischen den Kaps Wikulow und Wyssoki. Beim Einlaufen in den Meerbusen empfiehlt es sich, sich der nordlichen Kiiste zu halten, weil von der siidlichen Kiiste Felsenbanke entfallen. Das Siisswasser kann in der Einbuchtung des Meerbusens genommen werden. Ein sehr bequemer Standort befindet sich hinter dem Кар Kerzelli, wo die Tiefen es gestatten selbst an der Kiiste zu landen Ein geeigneter Ankerplatz ist auch in der Einbuchtung und kann das Siisswasser aus dem Fluss genommen werden. Nordlich vom Кар Wyssoki befindet sich der Meerbusen Neupokojew offen fur Ost-, Nord- und Siidost-Winde. Beim Einlaufen muss man sich der Mitte des Meerbusens halten. Der letztere ist '/•_> Km breit und ebenso lang. Hinter dem Кар Boguschewitsch beginnt die Siidkiiste des Meer busens Russanow. Der Meerbusen Russanow besteht aus vier Buchten und eine jede von diesen ist ein vorzuglicher Standort fiir Fahrzeuge Die Bucht Pollissadow wurde von uns nicht untersucht. In den Buchten Breitfuss, Gluschow und Kutschin fanden wir vortreffliche Anker- platze fur Fahrzeuge beliebigen Tiefganges. Als bequemste Bucht fur Aufnahme von Fahrzeugen gilt jedoch die Bucht Russanow, wo auch Siiss- wasser genommen werden kann. Der Gletscher Friedtiof Nansen, der den nordlichen Teil der Bucht Kutchin einnimmt, zieht sich in die Bucht und die von ihm sich losreissenden Eismassen machen den Ankerplatz hier nicht ganz bequem. Doch muss der Standort an der westlichen Kiiste der Halbinser Matussewitsch als sehr geeignet bezeichnet werden, welcher zwar moglicherweise gegenwartig vom Winde vernichtet ist. Russischer Ha fen (Russkaja Gawanj) vertieft sich bogenartig in die westliche Kuste der Nowaja Semlja und erscheint als einer der grossten an dieser Kiisten. Derselbe hat eine Breite von 5 Meilen und erstreckt sich auf eine I^ange von 10 Meilen. Ein sehr bequemer Standort befindet sich an der nordostlichen Kiiste hinter der Insel Bogaty. Hier kann auch Siisswasser genommen werden. Die Wasserstrasse Barents, welche die Inseln Barents von der westlichen Kiiste der Nowaja Semlja trennt, gilt als ein sehr geeigneter Standort fiir Fahrzeuge beliebiger Gangtiefe. Beim Einlaufen empfiehlt es sich, sich der Mitte des Meerbusens zu halten, den Kurs nach dem ersten Hugel der Hauptkiiste richtend, sodann sich allmahlich drehend und sich mehr der Siidkiiste der Barentsinsel haltend. Der Ankerplatz liegt ungefahr in der Mitte des Hafens. Beim Einlaufen muss man gegen den westlichen Кар der Insel Barents Vorsicht tiben, welcher Punkt reich an Felsenbanken ist.
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