Научные работы экспедиции на ледоколе "Малыгин" в Баренцовом море летом 1928 года / под ред. В. Ю. Визе. – Москва : Издательство Научно-технического управления ВСНХ СССР, 1929. - 111, [2] с., [3] л. черт., карты : ил., черт., граф., карты. - (Труды Института по Изучению Севера).

Die Expedition an Bord bes Eisbrechers „Malygin" nach Ost-Svalbard im Sommer 1928. W. Wiese. Die Expedition mit dem Eisbrecher „Malygin" wurde vom Komitee zur Rettung der Mannschaft des Luftschiffes „Italia" an der Organisation „Osoavia- chim“ bestehend, ausgeriistet. Die Route der Expedition, welche vom Komitee den 11 Juni festgesetzt und dem Leiter der Expedition telegraphisch nach Archangelsk mitgeteilt worden war, war folgende. „Malygin" sollte, mit einem Flugzeug an Bord, Archangelsk den 12 Juni verlassen und die Richtung zur Hoffnung Insel einschlagen, um weiter bis ungefahr 77°30'N und 27°— 26°E zu gelangen. Von hier aus sollten die Fliige zur Foyn Insel ausgefiihrt werden. „Malygin" verliess Archangelsk den 12 Juni. Den 18 Juni traf er die Eiskante, siid-ostlich von der Hoffnung Insel (75°55'N, 28°52'E). Zwischen zusammengepackten sehr grossen, ebenen Eisfeldern konnte sich „Malygin" den Weg bis 76°58'N und 28°58'E bahnen, wo, am 19 Juni, das Eis ein weiteres Vordringen nach Norden unmoglich machte. Vom Eise eingeschlossen, verblieb „Malygin" in der Gegend der Hoffnung Insel bis zum 5 Juli. Ein weiterer Versuch mit dem Schiff moglichst weit nach Norden vorzudrin- gen wurde etwas ostlicher gemacht, im Gebiete des nordlichen Zweiges des Nordkapstromes. Hier gelang es dem „Malygin" den 14 Juli den 79. Breitengrad zu schneiden (auf 33°20/E). Wegen Mangel an Kohle musste hier ein weiteres Vordringen nach Norden aufgegeben werden. Auf der Ruckreise wurde noch die Stidktiste von Svalbard abgesucht. Von hier steuerte „Malygin" direkt nach Archangelsk, wo er am 25 Juli einlief. Das Hauptziel der Expedition —zum Entsatze der „Italia"— Mannschaft herbeizueilen—gestattete es nicht systematische wissenschaftliche Untersuchungen vorzunehmen. Doch da, wo sich wahrend der Expedition Gelegenheiten zu wissen- schaftlicher Arbeit darboten, wurden solche ausgenutzt. Auch auf der Ruckreise konnten ozeanographische Tiefseebeobachtungen, wegen Mangel an Kohle, nur in sehr beschranktem Masstabe ausgefiihrt werden. Die wissenschaftlichen Arbeiten der Expe­ dition beziehen sich auf das Gebiet der Ozeanographie und Meteorologie. Die ozeanographischen Beobachlungen wurden vom Leiter der Expedition (dem Verfasser dieser Zeilen) und von seinem Gehilfen, dem Hydrographen A. M, Lawroff, ausgefiihrt, die meteorologischen—vom Aspiranten des Geophysikalischen Zentral- observatoriums in Leningrad, M. A. Loris-Melikoff.

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