Григорьев, А. А. Материалы к физической географии северовосточной части Кольского полуострова / А. А. Григорьев. - Ленинград : Издательство Академии наук СССР, 1932. - 215, XX с., [4] вкл. л. ил. : ил., табл., карты ; 26 см. - (Труды Совета по изучению производительных сил. Серия кольская / Академия наук СССР ; вып. 4).

ZUR GEOGRAPHIE DES NORD-WESTLICHEN TEILES DER HALBINSEL KOLA XV Abtragung der Produkte der interglazialen Verwitterung und im Ausebnen des felsigen Grundes an den am meisten aufragenden Reliefelementen, wie iiberhaupt in unter dem Eise sich entwickelten Verwitterungserschei- nungen. Nur in der Kiistenzone sind Trogformige Taler die Spuren von einer starkeren Erosionstatigkeit des Eises vorhanden. Es ist hochst wahrschein- lich, dass die haufig vorkommenden sehr flachen (von bloss У2— 11/2 m Tiefe), aber ausgedehnten Vertiefungen ihre Entstehung hauptsachlich den unter- glazialen Verwitterungsprozessen verdanken. Diese Vertiefungen sind auf verschiedenen Erosionsflachen verstreut und stellen gegenwartig haufig Seen von geringer Tiefe mit flachen Ufern und einem ganzen Wald grosserer aus dem Wasser hervorragender Glazialgeschiebe dar. 7. DER CHARACTER DER FLUSSTALER UND DER SEEWANNEN Ein derartig verwickelter Prozess der Reliefentfaltung, wie er in unserer Region sich abgespielt hatte, musste unumwunden den Charakter der FIuss- taler beeinflussen. Wir werden hier nicht wieder auf die Probleme eingehen, die oben, wie z. B. die komplizierte Terrassierung der Talabhange, mit genii- gender Ausfiihrlichkeit erortert worden sind, und wollen bloss Folgendes betrachten. Indem die Mundungsteile der grosseren Fliisse unserer Region, wie es bereits Ramsay und Kihlman betont haben, den Charakter enger Connonen aufweisen, was, unseres Erachtens, ein weiterer Beweis fiir ihr geringes Alter ist, so fallen gewohnlich die Taler der kleineren Fliisse und Bache im Inneren des Landes durch ihre grosse Breite und die geringen Dimensionen des sie bewassernden Stromes, der manchmal sogar vollig aus- bleiben kann, auf. Ganz gewiss haben wir hier teilweise mit den Ergebnissen der Tatigkeit grosser Wassermassen des schmelzenden Inlandeises, teilweise mit friiheren, jetzt verlassenen Betten grosserer Fliisse zu tun. Zahlreiche Beweise dafiir kommen im Gebiet des Flusses Jokanga oberhalb des Jokanga Sees vor. Mitunter, im Zusammenhang mit dem steten, obwohl unterbrochen verlaufenden Erheben des Landes ist das Profil der grossen Fliisse durch starkes Gefalle in ihrem Unterlauf charakterisiert, da bei ihrem felsigen Grand die Fliisse wohl nicht imstande waren schnell genug die Erosion ihres Bettes auszufiihren. Noch kraftloser in dieser Hinsicht sind die gerin­ geren Wasseradern, die gewohnlich kompliziert terrassierte Gehange durchqueren miissen. Im Zussammenhang damit besitzen gewohnlich ihre Langsprofile einen stufenartigen Gharakter. Was nun die Seen anbetrifft, so haben wir hier, ausser den flachen Seen, von denen hoher die Rede war, noch: 1) Seen, die die niedrigsten Teile der Brucheinsenkungen ein- nehmen, 2) Seen (Altwasser) — die verlassene Flussbetten ausfiillen — wobei letztere in die Terrassenplateaus zu der Zeit, wo der Strom an deren Ober- flache herablief, eingeschnitten wurden. Wie gesagt, mussten die Seen des ersten dieser beiden Typen im Anfange viel umfangreicher und tiefer gewesen sein, sie haben die jetzige geringere Grosse im Zusammenhang mit der Ver­ tiefung der Abflussschluchten erhalten. S. VERLAUF DER RELIEFENTWICKLUNG Die obenangefiihrten Tatsachen und Erorterungen erlauben die Haupt- etappen der Morphogenesis des nord-ostlichen Teiles der Halbinsel Kola festzustellen. Es ist nicht unsere Aufgabe von der alten, ausserst kom- plizierten Geschichte der Lithosphare der Region zu berichten, wir wollen hier bloss erwahnen, dass vom Beginn der zweiten Halfte des Palaozoi- kums, als das Land Festland wurde, bis an die Tertiarzeit, seine Umrisse

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